22. Februar 2018

Pressemitteilung 22.02.2018

Keine Verbesserung der Patientenversorgung in Sicht  

Zur Antwort der Landesregierung auf seine Kleine Anfrage zum Projekt „Regionale Versorgung“(Drs. 7/1715), das vom Institut für Communitiy Medicine an der Universität Greifswald bearbeitet wird, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Ende 2016 kündigte Gesundheitsminister Harry Glawe an, dass sein Ministerium das Institut für Community Medicine beauftragen werde, den Stand der medizinischen Versorgung im Land zu analysieren und Vorschläge für deren Verbesserung zu unterbreiten. Das Projekt sollte eine Laufzeit von etwa einem Jahr haben. Heute räumt die Landesregierung ein, dass das Projekt bis zum Ende des Jahres 2021 angelegt ist. Ergebnisse wird es erst in der kommenden Legislaturperiode geben, sie sollen Mitte 2022 vorgelegt werden. Vor dem Hintergrund der in vielen Regionen herrschenden angespannten Lage bei der medizinischen Versorgung ist dies ein unglaublicher Vorgang.

Offenbar soll sich für die Patientinnen und Patienten in den nächsten Jahren nichts verbessern. Dabei könnten bereits heute Maßnahmen ergriffen werden, um die Lage zu entspannen. So sind etwa mehr Investitionen in Geräte und Personal an den Krankenhäusern erforderlich, auch die ambulante und stationäre Versorgung könnten stärker und besser verknüpft werden.

Zeitplan und Verfahren bei dem über eine Mio. Euro teuren Projekt sind so nicht hinnehmbar. Die Menschen im Land, die für das Projekt bezahlen, haben ein Recht darauf, dass möglichst rasch Ergebnisse vorgelegt werden. Wir fordern die Landesregierung auf, dieses Projekt nachzuverhandeln. Spätestens nach zwei Jahren und damit Ende 2018 sollten erste Ergebnisse und Vorschläge für eine bessere medizinische Versorgung im Land vorliegen.“