17. Februar 2016

Pressemitteilung 16.02.2016

Abgeordnete werden bei MST-Landesbeteiligung außen vor gelassen

Zur gestrigen Sondersitzung des Bildungsausschuss erklärt der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Der Einstieg des Landes M-V als Gesellschafter des Mecklenburgischen Staatstheaters (MST) ist Bestandteil der Theaterreform der rot-schwarzen Landesregierung. Noch Ende letzten Jahres erklärte Kulturminister Mathias Brodkorb, die Beteiligung des Landes als Mehrheitsgesellschafter werde zu Anfang des Jahres 2016 erfolgen. Heute wurde dann erklärt, dass dieser Plan erst zum August dieses Jahres verwirklicht werden soll.

Diese Verzögerung bedeutet am Ende vor allem eines: Die Abgeordneten der laufenden Legislaturperiode, die die Theaterreform zum Teil kritisch begleitet haben, können über die Gesellschafterrolle des Landes am MST nicht mehr in Gänze beraten – Anfang Juli findet die letzte Sitzungswoche dieses Parlaments statt. Ihnen wird ihr Recht auf parlamentarische Kontrolle und Einflussnahme beschnitten, obwohl es auch um nicht unerhebliche finanzielle Mittel geht. Die Beteiligung mitten in die heiße Phase des Wahlkampfs zu legen, hat aus meiner Sicht zumindest ein Gschmäckle.“