02. Februar 2016

Pressemitteilung 02.02.2016

Ohne Schauspiel und Tanz kein Volkstheater!

Zur gestrigen Entscheidung des Rostocker Oberbürgermeisters (OB) Roland Methling, das Volkstheater Rostock (VTR) auf ein Opernhaus zu reduzieren, erklärt der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Mit einem Handstreich hat der Rostocker OB gestern die Zukunft des VTR festgelegt und damit vorläufig das Ende einer Ära verfügt.  Ein Volkstheater, so wie OB Methling es sich wünscht, ist jedoch kein Volkstheater mehr. Das traditionsreiche Vier-Sparten-Haus wird auf zwei Sparten reduziert, übrig bleibt ein Opernhaus, das Schauspiel und der Tanz fallen weg.

Der Rostocker Oberbürgermeister genügt damit den politischen Erpressungen der Regierung Sellering und nimmt wieder einmal die Missachtung der Bürgerschaft in Kauf. Ob mit dieser fragwürdigen Entscheidung nun auch der in Aussicht gestellte Neubau kommt, bleibt abzuwarten.

Perspektivisch ist der Wegfall von Tanz und Schauspiel in Rostock aus Sicht meiner Fraktion eine Katastrophe. Ein Stadttheater braucht das Schauspiel und den Tanz, da das Sprech- und Tanztheater jüngere Leute anzieht und das Potential hat, die nächste Generation für die Kunstform Theater zu begeistern. Einer permanent wachsenden Universitätsstadt daher auf Kosten von Tanz und Schauspiel ein Opernhaus zu verpassen, ist rückwärtsgewandt.

Eine andere Theaterpolitik im Land ist jedoch möglich. Die Linksfraktion im Landtag M-V hat im Rahmen der letzten Landtagssitzung ein 5-Punkte-Programm vorgestellt. Bestandteil dieses 5-Punkte-Programmes ist unter anderem der Erhalt und die bedarfsgerechte Förderung aller 4-Sparten-Häuser im Land, die Stärkung der Theaterpädagogik und die Anpassung der Gehälter an die branchenüblichen Tarife ab 2016. Das ist machbar und auch finanzierbar, was fehlt ist allein der politische Wille.“ so Torsten Koplin.