27. Juni 2016

Pressemitteilung 27.06.2016

Kultur als Teil der Daseinsvorsorge für Ältere sichern und entwickeln

Zum gemeinsamen Sondervotum der von den Fraktionen DIE LINKE und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN benannten Mitglieder in der Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ erklären der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion und Mitglied in der Kommission, Torsten Koplin, und die Obfrau der Fraktion BÜNDNIS 9/ DIE GRÜNEN, Silke Gajek: 

Koplin: Kultur ist die Art und Weise, wie wir miteinander leben. Dazu gehören auch der Umgang mit älteren und alten Menschen und die Frage, ob wir Formen der Armut und den gesellschaftlichen Ausschluss von Menschen tatenlos hinnehmen. Kulturelle Teilhabe und eine entsprechende Infrastruktur gehören zur Daseinsvorsorge und müssen Bestandteil der Empfehlungen der Enquete-Kommission „Älter werden in M-V“ sein. Deshalb haben die Linksfraktion und die bündnisgrüne Fraktion ein gemeinsames Sondervotum eingereicht.

Kulturelle Angebote, Teilhabe und Bildung sind gerade für ältere Menschen von besonderem Wert. Ein vielseitiges, flächendeckendes und niederschwelliges Kulturangebot muss für alle Menschen in M-V zugänglich sein. Generationenübergreifende, interkulturelle, mobile und barrierefreie Angebote sollen dabei besonders unterstützt werden. Die Sicherung der erforderlichen Infrastruktur muss ressortübergreifend erfolgen. Der Schutz und die Förderung von Kultur müssen endlich gesetzlich geregelt werden. Gleichzeitig sollen die Kommunen mehr Spielräume erhalten, um kulturelle Angebote tatsächlich vorhalten zu können, bürgerschaftliches Engagement fachlich und personell zu unterstützen und somit kulturelle Teilhabe für alle wohnortnah zu ermöglichen. Kulturelle Bildung als ein Bestandteil der Bildung sollte deshalb als pflichtige Aufgabe eingeordnet werden. Auch ein Umsteuern bei der Förderung kultureller Bildungseinrichtungen, wie z.B. Kunst- und Musikschulen, ist mit Blick auf die älter werdende Bevölkerung und unter Berücksichtigung zunehmender Altersarmut dringend notwendig.

 

Gajek: Kunst ist kein Luxus, sondern Lebensmittel: Über die Kultur – Musik, Kunst, Theater und viele andere Formen mehr – verständigen wir uns, artikulieren unsere Wünsche und Bedürfnisse, sie ist identitätsstiftend. Das brauchen wir vor dem Hintergrund des demografischen Wandels nötiger denn je. Kulturelle Angebote, kulturelle Teilhabe und Bildung geben Seniorinnen und Senioren Anregung und Motivation, die Häuslichkeit zu verlassen, bieten geistige Bereicherung, regen zum Austausch von Meinungen und Wertvorstellungen auch zwischen den Generationen an, wirken einer Vereinsamung entgegen und erhöhen damit die Lebensfreude und -qualität älterer Menschen. Da sie in der Regel weniger mobil sind als jüngere Menschen, sind sie darauf angewiesen, dass auch in ihren Regionen möglichst barrierefreie kulturelle Angebote verfügbar sind.

Als freiwillige kommunale Leistung laufen Kulturausgaben stets Gefahr, als verzichtbar angesehen zu werden. Wenn gekürzt werden muss, sinken in der Regel zuerst die Ausgaben für Kultur. Dies ist eine fatale Entwicklung: Eine breite Teilhabe an einer vielfältigen Kunst und Kultur ist die beste Investition in die Zukunft. Was wir dort einsetzen, spart langfristig Kosten für Wirtschaftsförderung wie Sozialkosten. Zugleich ist damit eine solidarische und demokratische Rendite zu erwarten. So könnten etwa auch Artist-in-Residence-Programme verbunden mit einem Leerstandsmanagement für kulturelle Zwischennutzungen von kommunalen Immobilien städtische Quartiere und ländliche Räume beleben, aufwerten und kulturelle Teilhabe auch der älteren Bevölkerung deutlich erhöhen.

23. Juni 2016

Pressemitteilung 23.06.2016

Rostock ist guter Standort für Archäologisches Landesmuseum

Zur Standortanalyse für das Archäologische Landesmuseum erklärt der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Als Abgeordneter meines Wahlkreises hätte ich mir natürlich Neustrelitz als neue Heimat des Archäologischen Landesmuseums gewünscht. Die Argumente der Standortanalyse für Rostock sind gleichwohl nachvollziehbar.

Nun müssen schnellstmöglich Gespräche mit der Stadt Rostock und Societät Rostock maritim e.V. erfolgen, um das ehemalige Schifffahrtsmuseum in der Rostocker August-Bebel-Straße für das Archäologische Landesmuseum nutzbar zu machen.“

 

21. Juni 2016

Pressemitteilung 20.06.2016

Bildungsminister ohne Kenntnis über Lohnzuwächse an Theatern   

Zur Antwort der Landesregierung auf seine Kleine Anfrage „Lohnerhöhungen an den Theatern und Orchestern des Landes“ (Drs. 6/5472) erklärt der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Anfang des Jahres 2015 sprach sich Kulturminister Mathias Brodkorb vehement gegen Haustarifverträge an den Theatern des Landes aus – selbst wenn diese auf dem Einverständnis der Beschäftigten, der Gewerkschaften und der Leitungen der Spielstätten fußten. Er forderte stattdessen prinzipiell eine Rückkehr zum Flächentarif für alle Beschäftigten der Spielstätten. Er verwies darauf, dass SPD auf Bundesebene nicht den Mindestlohn eingeführt hätte, um an den Theatern des Landes ‚Dumpinglöhne‘ zuzulassen.

Eineinhalb Jahre später ist das Bildungsministerium jedoch nicht in der Lage oder willens, zu diesem Sachverhalt Angaben zu machen. Brodkorb behauptet, er hätte keine Kenntnis, wer in M-V zu welchem Tarif an den Theatern und Orchestern beschäftigt ist. Wer von den kürzlich ausgehandelten Lohnerhöhungen profitieren würde, wüssten lediglich die theatertragenden Kommunen.

Wieder einmal stellt sich die Landesregierung sich als unwissend dar. Offenbar sind die umfangreichen Datensammlungen von Beratungsfirmen wie Metrum, die im Auftrag des Bildungsministeriums tätig wurden, für die Beantwortung praktischer Fragen untauglich. Der Bildungsminister muss sich fragen lassen, auf welcher Basis er bei der Theaterreform Entscheidungen getroffen hat, wenn ihm die Kenntnis solch wichtiger Fakten fehlt.“

17. Juni 2016

Katja Kipping in Neubrandenburg

Am gestrigen Tag besuchte Katja Kipping, Bundesvorsitzende der Partei DIE LINKE und Bundestagsabgeordnete Neubrandenburg.

Der Einladung zur Lesung ihres Buches " Wer flüchtet schon freiwillig- Die Verantwortung des Westens oder warum sich unsere Gesellschaft neu finden muss" folgten zahlreiche Interessenten. In der anschließenden Diskussion wurden Fragen zu den Fluchtursachen, zur Lebensweise der westlichen Gesellschaft auf Kosten der anderen Länder sowie Alternativen für eine nachhaltige und friedliche Politik erörtert. Es war eine gelungene Veranstaltung und ich möchte mich an dieser Stelle für die anregende Diskussion bei allen Anwesenden bedanken.

Im Bild mit Katja Kipping ist Marcel Meister, Landtagskandidat der Partei DIE LINKE  für den Wahlkreis Neubrandenburg II, zu sehen.

 

10. Juni 2016

Veranstaltungshinweis

„Wer flüchtet schon freiwillig“
Warum fliehen Menschen? Flüchtlinge in unserer Gemeinde - was ist zu tun?
Das kommunalpolitische Forum Mecklenburg-Vorpommern e. V.lädt Sie ein zu einer öffentlichen Diskussion
mit Katja Kipping, Mitglied des Bundestages und Torsten Koplin, Mitglied des Landtages MV.

Donnerstag, den 16. Juni 2016, um 18:00 Uhr
im Latücht, Gr. Krauthöferstr. 16 in Neubrandenburg.

 

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